Fotografie // How to Flat Lay (easy)
Flat Lay Doppelbelichtung

Fotografie // How to Flat Lay (easy)

Seit der 11/12 Kalenderwoche bin ich im Flat Lay Fieber. Es macht mir unheimlich Spaß Gegenstände in Kontext miteinander zu setzten und zu arrangieren. Es ist einfach, du brauchst wenig Equipment und das Wetter ist ebenfalls egal.
Ich möchte dich mit dieser Art der Fotografie bekannt machen und dich mit meinem Fieber anstecken. Aber Achtung: einmal angefangen, ist es schwer, damit wieder aufzuhören!

 

Was ist ein Flat Lay?

Was ein Layflat ist, weißt du vermutlich schon. Es ist eine Art der Buchbindung. Besonders beliebt bei Fotobüchern. Mehr dazu erfährst du in „Richtig in dein Fotobuch investieren„.

Flat Lays hingegen ist eine Art der Positionierung von Gegenständen. Es werden mehrere Gegenstände in Kontext gesetzt, flach auf dem Boden arragiert und flach von oben fotografiert. Diese Art der Fotografie, oder auch diese Art des Stilllebens haben schon einige große Blogger für sich entdeckt. Allen voran die Amerikaner und Blogger im Englisch-sprachigen Bereich. Bereits 2014 hat die Vouge über diesen Trend auf Instagram berichtet.

 

Fisheye Flat Lay
Fisheye Objektiv

 

Warum sollte ich ein Flat Lay fotografieren?

Flat Lays zu fotografieren ist nicht nur Produkte zu fotografieren. Du musst dich mit den Objekten auseinandersetzten. Du lernst auf einfachsten Weg, mit den einfachsten Mitteln bewusster zu fotografieren. Du kannst mit kleinen Ding deine Kreativität ausleben und erstellst neben bei tollen Instagram-Content.

 

Was brauche ich für ein Flat Lay?

  1. Du brauchst einen Hintergrund.
  2. Eine Kamera und ein Objektiv sind von Nutzen.
  3. Ein Stuhl oder ein Stativ bringen dich, deine Kamera und dein Flat Lay groß raus.
  4. Schnur kann ein wertvoller Helfer werden.
  5. Dinge, welche du fotografieren möchtest solltest du griffbereit haben.
  6. Licht ist ebenfalls von Nöten.

 

Making Off Flat Lay
Making Off Flat Lay

 

Tipps und Tricks für ein Flat Lay

 

Ein einfacher Hintergrund

Zu allererst brauchst du einen Hintergrund. Bei mir ist das eine dünne Holzplatte, weiß angestrichen aus dem Baumarkt. Du kannst natürlich auch ein einfaches Lacken auf deinem Boden ausbreiten. Und falls du schone Dielen als Fußboden hast, kannst du auch diese nutzen. Du kannst dich bereits am Fußboden austoben. Wichtig ist nur, dass der Hintergrund den eigentlichen Motiven nicht die Show stiehlt.

 

Natürliche Lichtquellen

Ein Flat Lay kannst du sowohl draußen, als auch drinnen aufnehmen. Doch egal ob draußen oder drinnen: du brauchst Licht. Ideal ist also eine Positionierung nahe einer Lichtquelle. Je natürlicher desto besser! Ich nutze meist mein Fenster oder zwei kleine Tageslicht-Lampen.

 

Mach dieses Buch fertig Flat lay
Mach dieses Buch fertig

 

Stativ oder Stuhl?

Damit du flach von oben fotografieren kannst, musst du dich in die Vogelperspektive begeben. Das kannst du mit deinem Stativ versuchen oder du steigst ganz einfach auf einen Stuhl, so wie ich es tue. Der Stuhl hat den klaren Vorteil, dass du selbst die Kamera steuern kannst. Ohne schrauben, drehen und kompliziertem Verrenken.

 

Die Gegenstände

Der Clou der Flat Lays legt darin, dass die Gegenstände zusammenpassen. Sie sollten genauso farblich zusammenpassen, wie in ihrem Sinn. das bedeutet: Storytelling. Suche dir einen Hauptgegenstand und dazu die passenden Story-Elemente. Kreiere deine eigene Geschichte. Es hört sich kompliziert an, aber du wirst merken, dass du sofort Parallelen zwischen den Gegenständen sehen wirst.

 

TKKG CDs und Kassetten
Kindheit

 

Das richtige Arrangieren

Manche Flat Lays sehen wild durcheinander gewürfelt aus, andere sind straight arrangiert. Letztendlich entscheidest du, welcher Stil dir gefällt. Lass dennoch genügend Platz zwischen den Gegenstände. Zusammen sollen sie eine Geschichte ergeben, doch im einzelnen zu erkennen seien.

Hilfsmittel Schnur

Möchtest du Beispielsweise, dass dein Arrangement ein Quadrat bildet, kannst du dir mit einer Schnur dein Quadrat vorlegen und in dieses Quadrat deine Gegenstände arrangieren. Das vor gelegte Quadrat kann dir auch bezüglich Instagram helfen. So kannst du einplanen, wie Instagram den Quadratischen Ausschnitt setzten würde. Gerne können Gegenstände auch aus dem Bild ragen und angeschnitten sein.

 

Fotoalbum
Memories/ Fotoalbum

 

Die Kameraeinstellungen

Flat Lays sollten hell und scharf sein. Achte also auf eine gleichmäßige Schärfe aller Gegenstände! Einige Gegenstände können höher sein als andere. Hier ist Feingefühl und etwas Geduld gefragt.

Ich fotografiere meine Flat Lays mit meinem 50mm Objektiv bei einer Blende zwischen 2.8 und 3.5. Die Blende stelle ich angepasst an die Gegenstände ein. Sind die Gegenstände unterschiedlich hoch erhöhe ich die Blende (Richtung Blende 3.5)

Zusammenfassung:

  • Ein einfacher Hintergrund ist sinnvoll
  • Alle Gegenstände sollten zusammenpassen. Storytelling ist angesagt!
  • Lass Platz zwischen den Gegenständen
  • Nutze jegliches Licht, welches du hast
  • Achte auf eine gleichmäßige Schärfe
  • Habe Spaß! Lebe dich aus!

 

Wecker Flat Lays
Zeitumstellung

 

Und zu guter Letzte: Übung macht den Meister. Meine Flat Lays sind bei weitem nicht perfekt. Doch sie sind ein guter Einstig. Sie konzentrieren sich auf das wesentliche.

Jetzt ist du dran!

Weg vom Bildschirm, ab hinter die Kamera! Hast du bereits Flat Lays fotografiert? Was gefällt dir besonders gut und was so gar nicht?

Weitere Flat Lays von mir findest du auf Instagram. Aktuelle poste ich fast ausschließlich Flat Lays. gerne darfst du mir deinen Instagram Account in deinem Kommentar verlinken. Ich bin auf deine Fat Lays gespannt!

Ein ebenfalls toller Artikel über Flat Lays: Fotolia – Flat Lay Photography

Ps: Gut ausgeleuchtete Flat Lays kannst du super mit Gimp oder Photoshop freistellen!

Flat Lays für Einsteiger

Geschrieben von
Marie Lü
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Kommentare
  • Huhu,
    ein interessanter Artikel. Ich mag deine struckturierte Schreibweise immer gern lesen. 🙂
    Flat Lays kannte ich so unter dem Namen bisher noch nicht und sie hauen mich, um ehrlich zu sein, auch nicht unbedingt vom Hocker…
    Bin dennoch gespannt wie sich dieser Trend entwickelt!

    Liebe Grüße und einen schönen Start in die Woche,
    Marie

  • ein toller Post und eine gute Erklärung! 🙂
    ich hab schon flat lays fotografiert, aber ich kannte den Namen nicht 😀
    Für die meisten meiner Ideen ist das allerdings unbrauchbar, aber wenn man irgendwie zeigen möchte, was man in seiner Tasche hat, oder gekauft hat, oder generell zum Produkte vorstellen, finde ich das super 🙂
    Danke auch für deine ehrliche Kritik, das finde ich super! 🙂 Ich probiere mich zur Zeit an einer etwas anderen Hautbearbeitung aus, und die ist tatsächlich noch nicht hundertprozentig ausgereift 😀

  • Super Beitrag!
    Ich habe mich neulich auch schon ein mal daran probiert. Es ging ganz gut, aber mit Übung dürfte es noch besser werden.
    Super finde ich vor allem den Tipp mit der Schnur. Das werde ich auf jeden Fall auch so machen.

    Liebe Grüße
    Julia

  • Hallo Marie, das sind ja tolle Tips. Ich bin bis jetzt noch gar nicht auf die Idee gekommen, so zu fotografieren. Herzlichen Dank für´s Zeigen. Du hast einen wunderschönen Blog! Ich schaue jetzt bestimmt öfter mal vorbei und lese den ein oder anderen Artikel ganz in Ruhe durch. Liebe Grüße, Jule vom Crafty Neighbours Club

  • Hallo,

    Als Hobby-Fotografin kannte ich den Begriff zwar nicht, hab mich aber dennoch schon dran versucht und werde mich zukünftig nochmal näher damit beschäftigen.

    Danke für den interessanten Artikel. Und den tollen Blog, der definitiv auf meine Folgeliste kommt 🙂

  • Hallo Marie,

    ich bin super gerne auf deinem Blog unterwegs – ich mag deinen Stil und wie du mit Schärfe und Unschärfe spielst 🙂
    Ich probiere mich auch immer wieder gerne an Flatlays aus und mag auch deine ganz simpel weiß gehaltenen wie beispielsweise dein „Zeitumstellung“ Bild – sagt quasi schon alles aus (und simpel ist natürlich relativ – für die weißen Flatlays mit nur wenigen Gegenständen brauche ich meistens am längsten :D) . Würde aber super gerne mal andere Hintergründe / etwas vollerer Flatlays von dir sehen – den Schärfe/Unschärfe Stil stelle ich mir da auch ziemlich cool vor…
    Freue mich schon auf mehr Inspiration und Tipps von dir 🙂

    Alles Liebe
    Alena

    http://parkerarrow.com/flatlay-fotografie-tipps/

    • Der Schärfe-Unschärfe-Stil ist bei einem Flatlay natürlich etwas schwierig… Eigentlich soll ja alles scharf sein. Zudem habe ich nicht die Möglichkeiten mit der Kamera weiter nach oben zu wandern. Allerdings werde ich mich mal daran versuchen 🙂

  • Noch nie so einfallslose Flatlays gesehen. Achte doch das nächste Mal darauf, dass das Licht sich nicht so unschön in den Gegenständen spiegelt.

    • Vielen Dank für deinen Kommentar!
      Natürlich sind diese Flat Lays im Vergleich zu den Decke-Tassen-Zeitschrift-Blumen-Typisch-Blogger Flat Lays einfallslos. Allerdings soll es sich hier um einen Einstieg handeln 🙂 Deswegen ist im Titel auch easy vermerkt.
      Mich persönlich stören die Spiegelungen nicht.Das ist wohl Geschmackssache.
      Liebe Grüße 🙂

  • Hallo,

    ich finde deinen Blog sehr interessant. Ich bin Archäologin und auf Ausgrabung betreiben wir auch Fto-Sokumentation, d.h. aus der Vogelperspektive fotografieren und auf ideale Lichtbedingungen warten (kein Schlagschatten, also am besten bewölkter Himmel, innen müssen es dann Tageslichtlampen sein etc.) sind Dinge, die ich eigentlich so gelernt habe und kenne. Auch bei der Fundfotografie kommt es ja auf solche Kleinigkeiten an.
    Ich wusste nicht, dass es den Begriff „Flatlay“ gibt. Klar, mit Instagram-Account kommt man da beim Durchschauen bald mal in Berührung, aber das diese Art von Zusammenstellung und Methode einen Namen hat…
    Danke für diesen Post, sehr informativ und beinhaltet wirklich alle wichtigen Details! Ich werde mich jetzt auch mal an diese Flatlays heranwagen, nur eben ausnahmsweise mal nicht mit archäologischen Funden, sondern mit Alltäglichem. Ich fand den Hinweis auf das „STorytelling“ sehr gut. Es ist gar nicht einfach, alles so stimmig zu arrangieren, aber man bekommt wirklich ein Gefühl dafür, wie man bestimmte Dinge einfach richtig hervorhebt.

    Mach weiter so, ich lese dich immer wieder gerne!

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