Produktfotografie – wie es geht und was geht
Produktfotografie – wie es geht und was geht

Produktfotografie – wie es geht und was geht

Hallo ihr Lieben!
Nach dem „wie es nicht geht“ Post kommt heute der „Gegenpost“. Denn am gleichen Tag wurden auch Bilder geschossen, welche ich eigentlich ganz gut finden. 🙂
Allerdings muss ich dazu sagen, dass diese Produkte wirklich „leichter“ waren. Es handelt sich nämlich um Produktfotografien von Nagellacken. Die haben keinen Duft, welchen man „darstellen“ müsste. Sie haben ein Farbe oder eine Wirkung, welche man darstellen/hervorheben sollte und „das war es dann auch schon“.

Heute wird also geklärt: Wie hebe ich die Eigenschaften eines Produktes hervor?

Hier sind also meine 6 Bilder, welche nicht misslungen sind und die Eigenschaften ziemlich gut präsentieren.


Dieser Lack ist eindeutig Girly. Man erkennt auf dem Bild die Struktur und weiß dadurch, dass dieser Lack glitzert. Die Blümchen unterstreichen das Girlyhafte und der Grashalm bringt etwas frisches und junges mit hinein.


Natürlich sollte man bei einem Lack auch immer zeigen wie der Pinsel und der Lack auf dem Pinsel aussieht. Nicht nur hier, sondern auf allen Bilder sollte die Farbe Naturgetreu abgebildet sein.

Eigentlich sind solche Reflexionen meistens unerwünscht und unansehnlich, doch hier finde ich sie interessant. Die Reflexionen bringen den Lack zum glühen und bringen einige lila Lichtpunkte auf das Bild, welche super zu dem Lack passen. Das Holz steht ganz bewusst im Hintergrund und ist deswegen auch so klein.


Eine andere Perspektive und eine andere Umgebung. Der Hintergrund ist schlicht und ausgeglichen ebenso wie der Lack. Das Licht kommt von oben links und strahlt den Lack an ohne seine Farbe zu verfälschen. Gleichzeitig zeigt das Licht die Oberflächenstruktur des Deckels (ohne Reflexion) und des Holzes.

Ein Swatch. Leider etwas ungünstig und nicht absolut perfekt. Der Swatch zeigt wie der Lack in unterschiedlichem Licht wirkt und aussieht. Durch die Spiegelung auf den Nägel sieht man die Oberflächenstruktur des Lackes. Ungünstig ist, dass die Lackflasche im Schatten liegt und somit keine wirkliche Verbindung zu den Nägeln hat.


Bei diesem Lack habe ich das Gras und den Holzdreck gewählt, da diese beiden Komponenten die Klarheit des Lackes unterstreichen. Das Grün und das Weiß wirken zusammen sehr frisch und das Holz steht im Kontrast dazu. Das Licht kommt erneut von oben links und scheint somit auf die Ecke an der sich der weiße Deckel und das grüne Gras treffen.

Worauf muss ich achten?

Tipp Nr. 1
Die Blendenzahl ganz klein halten um das Produkt in den Vordergrund zu holen und den Hintergrund verschwommen darzustellen. Ein gute Komposition (Bildaufbau) ist dabei sehr hilfreich.

Tipp Nr. 2
Nutzt das Licht, die Kontraste und Strukturen aus um die Eigenschaften des Produkts hervorzuheben. Passt aber auf, dass das Bild immer noch harmonisch ist.

Tipp Nr. 3
Kauft euch eine Umgebung. Zum Beispiel eine zusammenfaltbare Lightbox bei ebay.

Ich habe nämlich auch eine Lightbox (siehe Bild unten). Einige haben mich im letzten Post darauf angesprochen, dass man die Produkte ja auch vor einem weißen Hintergrund fotografieren kann.
Ja, dass stimmt und das mache ich auch manchmal. Aber das Parfum konnte ich schlecht in meiner Lightbox fotografieren, da es durchsichtig ist und das Parfum dadurch total langweilig und uninteressant gewirkt hätte. 🙂


Natürlich wären die Bilder der Produkte in einem Vorstellungs-Post größer und detailreicher. Hier sind sie so klein, da der Post sonst ewig lang geworden wäre. Und das wollte ich euch nicht antun. 

Und jetzt seid ihr natürlich wieder dran! Was sagt ihr zu diesen Bildern?
Und natürlich auch zu diesem Post?
Wir lesen uns ♥

Geschrieben von
Marie Lü
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Kommentare
  • Hey, Schöne Fotos!! und klasse Tipps!! 😉 Was mir bei dem Klarlack noch auffällt.. also zumindest wirkt es für mich so, dass der lack in dem Graßzeug etwas untergeht… mag daran liegen dass er klar ist 😀 ist aber nicht so 100% optimal meiner Meinung nach.
    Alle anderen Lacke sind gut getroffen!
    Lg
    M.

  • Schöner Post, man merkt dass du dir sehr viele Gedanken machst bei deinen Fotos 🙂

    Ich finde die Fotos auch alle wirklich gut, bloß finde ich hättest du meistens noch näher ran gehen können. In groß wirken die Fotos zwar wohl noch anders, aber gerade beim Swatch oder bei dem Pinsel-Bild wäre ein engerer Ausschnitt sogar noch besser gewesen 🙂
    Ich finde übrigens das Bild der Reflexion am besten 😉

    Liebe Grüße ♥

  • Beim rechten Bild des lila-glitzernden Nagellacks stört der Grashalm definitiv, da er genau am Ende des Pinzels verläuft. Beim linken Bild kann man ihn lassen, aber beim linken würde ich ihn wegtun.
    Hast du bei den beiden mittlernen Bildern rechts n falsches reingenommen? Da passt deine Beschreibung nicht dazu, weil es weder eine andere Perspektive noch eine andere Umgebung ist.
    Der Holzhintergrund ist schön.

    lg. Tine =)

  • sowas find ich mal gut. ich denke deine tipps können nämlich für viele leute echt hilfreich sein. vor allem für blogger die viele reviews und so weiter machen und somit immer wieder fotos von den jeweiligen produkten brauchen. richtig gut =)

    lg
    Feary (fearless-art.blogspot.com)

  • Ich habe mein Teleobjektiv (Nikkor 55-300mm) benutzt. (:

    Das sind gute Tipps, finde ich! Lässt sich ähnlich auf mein 'zweites' Hobby abwälzen, Foodfotografie. 😀

    xoxx, Sabrina.

  • Also an sich finde ich die Fotos ganz gut, jedoch ist es schade, dass es nicht möglich ist, die Bilder zu vergrößern. Bei Produkten find ich das ziemlich wichtig, damit man sich das ganze mal genauer ansehen kann. Ansonsten ist mir die Kulisse zu "gestellt". Aber das ist natürlich auch Ansichtssache! 🙂 Ich finde es beispielsweise nicht schön, wenn man einfach ein paar Grashalme ausrupft. Die Blümchen find ich ganz süß! 🙂

    Liebe Grüße, marte / http://diamondsturnintodust.blogspot.de/

  • Das ist ein sehr sehr hilfreicher Post! Habe mir das ganze mit der Produktfotografie schon mehr oder weniger selbst erarbeitet, da ich es nicht besonders häufig brauche war das auch ausreichend, aber deine Tipps finde ich sehr gut.
    Das die Bilder oben so klein sind finde ich eigentlich nicht störend, das macht den Post eher strukturierter. Gute Arbeit 🙂

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