Motto // Du im Netz – Selbstdarstellung und Inszenierung

Du im Netz

Selbstdarstellung im Netz

Einige können sie absolut nicht nachvollziehen, andere machen unbewusst, aber dennoch euphorisch mit. Selbstdarstellung oder auch Selbstinszenierung im Netz. Hier ein Selfie, dort ein Foodporn-Bild und zwischendurch weise Sprüche auf Twitter, Facebook und Co.

Selbstdarstellung im Netz – negativ!

Die Selbstdarstellung im Netz ist meist negative behaftet. Du verhökerst dein ganzes Leben im Internet und an große Firmen wie Google und Facebook. Mit deinen Daten werden Millionen gemacht und mit den Daten aller anderer. Deine Facebookfreunde sind von deinen Beiträgen wie „Nehme jetzt ein Bad“ oder „Das Leben ist doch wirklich unfair“ genervt und fragen sich einfach nur „Warum?!“.

„Es gilt also endlich zu akzeptieren, dass Selbstdarstellung in Social Networks nichts Unnatürliches oder Negatives ist, sondern eine natürliche Notwendigkeit, um soziale Interaktion im Netz zu erleichtern.“ http://netzwertig.com/2010/09/27/selbstdarstellung-im-internet-der-unterschaetzte-faktor/

 

Selbstdarstellung im Netz – positiv!

Der Mensch muss sich mitteilen. Nicht nur ich bin der Meinung, sondern auch Wissenschaftler und ihre entsprechenden Studien. Ohne Kommunikation würde ein Mensch eingehen. Egal auf welcher Ebene diese Kommunikation stattfinden würde. Es ist also tendenziell normal, dass wir auf Facebook, Twitter und Co unser Leben preisgeben. Dadurch funktionieren solche Seiten erst.

 

Online = Offline

Zudem sind wir, du und ich im Netz nicht anders, als im analogen Leben. Deutsche und amerikanische Psychologen fanden via einer  StudiVZ Studie heraus, dass du dich online genauso gibt’s wie offline. Interessant, allerdings ist es auch gruselig, das sich viele Menschen dadurch ein sehr genaues Bild von dir und mir machen können (z.B. Arbeitgeber).

„Ob es nun unsere Sprache, unsere Kleidung, unser Verhalten, unsere E-Mail-Adresse, unser Büro oder Schlafzimmer, unser Musikgeschmack oder unser Online-Profil ist – überall spiegelt sich unsere Persönlichkeit wider“ http://www.uni-mainz.de/presse/33250.php

Wie inszeniere ich?

Ich trete auf, also bin ich. Viele versuchen via den Online Medien berühmt und berüchtigt zu werden. Egal ob via, YouTube, Blog oder Facebookseite. Ihre Vorbilder verdienen damit ihren Lebensunterhalt.

Sie versuchen es mit netten, aufrichtigen Beiträgen und sind einfach so, wie sie sind. Andere gucken sich ihren Teil bei den Stars ab und gehen geschickt mit deren Tricks um und inszenieren sich ganz bewusst. Ein kleiner Skandal hier, eine Provokation dort. Selbstinszenierung und Selbstdarstellung auf höchstem Niveau. Es gibt ganze Caochings dafür. Doch übertreiben sollte man es nicht.

„Wer sich für die Medien inszeniert, muss vielleicht besonders provozierend auftreten, einen kleinen Skandal auslösen, witzig, trampelig in Erscheinung treten, aber auf jeden Fall diesen Gesetzen gehorchen. Selbstinszenierung unter den Bedingungen der modernen Medienwelt ist eine massiv gesteuerte Inszenierung.“ (Bernhard Pörksen)

 

Selbstinszenierung – nur Ideale im Netz

Einige verstehen nicht, warum man auch die negativen Erlebnisse im Netz teilen sollte. Oder gar, warum man etwas teilt. „Warum sollte ich mein matschiges Essen zeigen, wenn andere doch ihr  3-Gänge-Menü auf Facebook und Co zeigen?“ Weil es die Realität ist!

Du darfst dich nun gerne mit deinem Essen vergleichen. Wie oft zeigen sich Mädchen ungeschminkt im Netz? Es ist geradezu Trend die Wahrheit, sprich das „unschöne“ zu zeigen.

„Bleibt noch der Vorwurf der Unehrlichkeit: Wir idealisieren unser Bild im Internet um vor anderen möglichst gut dazustehen. Doch eine Studie an der Universität Mainz scheint das zu verneinen: Wir sind im Netz doch überraschend ehrlich. Ein Grund dafür ist sicherlich, dass eine ehrliche Selbstdarstellung für die Erfüllung der Funktion der Selbstdarstellung förderlicher ist als eine unehrliche. Anders gesagt: Mit einer idealisierten Selbstdarstellung wird soziale Interaktion (langfristig) eher erschwert als erleichtert.“ http://netzwertig.com/2010/09/27/selbstdarstellung-im-internet-der-unterschaetzte-faktor/

Die Sucht nach der Selbstdarstellung

Kommunikation ist grundsätzlich gut, doch es wird sich auch oft in diese Selbstinszenierung verrannt.  Je mehr Likes desto besser, am besten von coolen Leuten. Bleibt der Like-Schauer aus, wird an dem eigenen Ego gezweifelt und sich eine Strategie überlegt, mehr Likes abzustauben.

Ab diesem Zeitpunkt definierst du dich durch die Likes und nicht durch deiner Selbst.

 

Das gesunde Maß an Selbstdarstellung

Zeige auch die schlechten Dinge, zeige nicht alles und definiere dich nicht durch Likes! Das sind die drei Punkt, die in deinem Unterbewusstsein verankert bleiben sollten.  Wer möchte schon detailliert wissen, was du wie machst?

Zudem wirst du dadurch keinen wirklichen Erfolg haben, außer du hast das spannendste Leben was sich jeder vorstellen kann.

Persönlichkeit im Netz ist wichtig, es nicht zu übertreiben ebenso!

„Aufgrund von Missdeutungen und Vorurteilen wird die Notwendigkeit der Selbstdarstellung unterschätzt. Jede neue technische Entwicklung, die die Möglichkeiten zur Selbstdarstellung erweitert, wird skeptisch betrachtet. Warum sollte ich anderen Leuten mitteilen wollen, wie ich aussehe? Warum sollte ich anderen mitteilen, was ich gerade tue? Warum sollte ich anderen mitteilen, was ich gerade für einen Film sehe, was ich eingekauft habe? Warum sollte ich anderen mitteilen wollen, wo ich mich gerade befinde?

Doch die Frage, die man sich eigentlich stellen sollte, lautet: Warum gibt es nicht noch viel mehr Möglichkeiten für mich, mich darzustellen?“ http://netzwertig.com/2010/09/27/selbstdarstellung-im-internet-der-unterschaetzte-faktor/

Auch Julia hat bereits ihren Senf zu der Selbstdarstellung im Netz abgegeben, hat das ganze jedoch etwas anders angefasst. Schaut bei ihr vorbei! >>Talk Selbstinszenierung<<

Was ist deine Meinung zu diesem Thema? Und wie handhabst du das?

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12 Kommentare

  • Antworten Tashi Baem 02/10/2015 at 5:33 pm

    Huhu 🙂
    Das ist ein ganz toller Artikel. Leider ist es in der heutigen Welt wo Soical Medias eine riesen Rolle spielen nicht mehr viel Wert man selbst zu sein. Vorallem jünger sind auf viele Follower und Likes aus, was ich nicht verstehen kann.
    Ich bleibe mir doch lieber Treu. Zeige einen teil von mir aber eben nicht alles und da unterscheide ich nicht ob positiv kder negativ, denn auch die negativen Dinge gehören nunmal zu mir.

    Liebe Grüße
    Tashi
    herzverueckt.wordpress.com

  • Antworten Kato 02/10/2015 at 8:25 pm

    Hey Marie,
    schön, dass du das Thema aufgreifst, und witzig, dass du B. Pörksen zitiert hast! 😀 Er ist einer meiner Professoren und ich habe gerade heute angefangen, eines seiner Bücher über Skandale zu lesen.
    Mit jedem Informations-Fitzelchen, das wir über uns ins Netz stellen, machen wir uns für andere interessanter und greifbarer, gleichzeitig aber auch verletzlicher, weil wir die Kontrolle aus der Hand geben,. Auf jeden Fall ein spannendes Thema! LG!

  • Antworten Katja Heinemann 02/12/2015 at 4:42 pm

    Wow, ein wunderschöner Beitrag und wunderschöne Bilder! Gerade als Blogger überlegt man sich auch öfter, was man mit der großen Welt teilt oder nicht. Das Internet ist manchmal schon ganz schön gruselig 😀

    Liebst Katja
    http://amoureuxee.blogspot.de/

  • Antworten Eva K 02/13/2015 at 6:17 am

    Hey 🙂 Ein ganz toller Post muss ich sagen und die Fotos sind auch super geworden. Ich finde es auch riskant so viel ins internet zu stellen und meine Eltern waren anfangs komplett gegen Facebook und auch meinen Blog fanden sie nicht wirklich toll.. jetzt haben Sie es kapiert dass ich vor allem mein Hobby also die Fotografie damit auslebe und sie tolerieren es und mögen es sogar! Aber du hast recht, solche absolut überflüssigen Informationen wie "Auf dem Klo" oder sonst so ein Müll gehen gar nicht, genau wie diese ständigen Weisheiten oder komische "Die Welt ist Scheiße!"-Staten nur, damit man gefragt wird wieso und eben Aufmerksamkeit erlangt. Nunja, aber man kann die Menschen nicht ändern und vor allem das Zeitalter nicht.. heutzutage ist einfach alles viel zu offen, viel zu viel im Netz und verkäuflich. Wir werden sehen, wo dies alles enden wird!

    Mein Blog hat ein neues Design! Ich würde mich sehr über deine Meinung freuen 🙂 Und gerne Tipps und Anregungen schreiben, wenn dir noch etwas auffällt 🙂

    Liebes Grüßle
    Eva
    http://evasphotographies.blogspot.de/
    https://www.facebook.com/EvasPhotographics

  • Antworten Fee 02/13/2015 at 8:44 pm

    Wieder ein genialer Post und wunderschöne Bilder von dir!
    Selbstdarstellung ist ein Thema, über dass ich in letzter Zeit viel nachdenke – vielleicht sollte ich auch mal einen Post über meine Meinung dazu schreiben 🙂

    Alles Liebe,
    Fee von Floral Fascination

  • Antworten Mari 02/20/2015 at 4:46 pm

    Das sehe ich ganz ähnlich wie du! Doch mit dem Alter (höhö, ich mit meinen 18. Jahren 😀 ) weiß man, was geht und wie es geht und kann das gewiss entsprechend einsetzten.

    Vielen Dank für deinen Kommentar!

  • Antworten Mari 02/20/2015 at 4:48 pm

    Das ist ja ein lustiger Zufall. Du darfst ihm gerne ausrichten, dass er Suchergebniss Nr. 1 ist 🙂

    Vielen Dank für deinen Kommentar und viel Erfolg im Studium!

  • Antworten Mari 02/20/2015 at 4:53 pm

    Vielen vielen Dank!

    Zum Thema gruselig fällt mir auch noch etwas ein: manchmal werden fakten zu sehr aufgepuscht und eine Gefahr präsentiert, die gar nicht existiert!

  • Antworten Mari 02/20/2015 at 4:56 pm

    Bei mir war es ähnlich, jedoch aus einem anderen Grund.
    Diese Offenheit finde ich nicht einmal schlimm, auf gewisse Weise fördert sie die Toleranz in der Gesellschaft 🙂

  • Antworten Mari 02/20/2015 at 4:57 pm

    Vielen Dank!
    Falls du den Beitrag schreiben solltest: verrate mir den Link, damit ich die verlinken kann 🙂

  • Antworten MissRosePâle 02/20/2015 at 5:48 pm

    Liebste Marie, vielen lieben Dank für dein Kommentar 🙂
    man muss dazu ja auch erwähnen, dass du immer noch aktiv bist 🙂 ich habe 2013 meinen letzten richtigen Post geschrieben, der mir Spaß gemacht hat. Die folgenden waren wohl mehr oder weniger zustande gekommen, da ich zwanghaft versuchte weiter zu bloggen. Die Pause tat mir wohl ganz gut 😀

  • Antworten Mari 03/04/2015 at 8:36 pm

    Ja, manchmal bringt einem nichts tun weiter ans Ziel, als sich anzustrengen 🙂
    Viel Erfolg mit dem Neustart!

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