1×1 // Mit Tageslichtlampen arbeiten

Tageslichtlampe

Du kommst von einem stressigen Tag nach Hause. Morgens schien noch die Sonne, doch mittlerweile ist der Himmel voller Wolken. Ein weiterer Tag ohne Bilder, denkst du dir. Das Licht, welches durch das Fenster scheint reicht dir nicht um helle und freundliche Bilder zu machen. Doch dafür gibt es eine Lösung: Tageslichtlampen!

Wie auch in allen anderen Lebenslagen möchte ich dir zuvor sagen, dass du nur etwas kaufen solltest, wenn du es wirklich benötigst. Das gilt auf für Tageslichtlampen. Ich nutze meine nun seit Weihnachten 2015 und bin sehr froh, diese Lampen zu haben. Wenn du allerdings kaum bis selten Indoor Fotografierst, lohnen sich Tageslichtlampen kaum.

 

Vor dem Kauf

Vor dem Kauf solltest du wissen, was du brauchst. Tageslichtlampen gibt es in den verschiedensten Größen, Formen und Breiten.

Ich nutze die klassischen Tageslichtlampen mit Softboxen. Ähnliche kannst du günstig für den Einstig auf Amazon kaufen. Meine sind nicht vom Amazon und haben etwas mehr gekostet. Im Nachhinein betrachtet nicht sonderlich sinnvoll. Zudem sind meine Tageslichtlampen Dauerlichter. Das heißt, ich schalte sie an und sie leuchten dauerhaft in voller Stärke.

In den meisten Sets sind die Birnen bereits mit enthalten. Hier ist es wichtig, dass du dir immer vor Augen führst, je größer die Wattzahl, desto stärker ist das Licht. Im Schnitt haben die meisten Birnen eine Wattzahl von 80. Meine haben 85 Watt. Schon allein dieser kleine Unterschied macht sich sehr deutlich bemerkbar. Zu Anfang hießen meine Lampen liebevoll „Baustrahler“.

 

Fotolampen Aufbau Flat Lay

Nach dem Kauf – in Action

Nach dem Kauf ist vor der Bildbearbeitung. Als aller erstes solltest du deine Lampen testen. Nicht, dass etwas kaputt und nicht Einsatzfähig ist.

Danach geht es an das setzten des Lichts. Da kann ich dir nur empfehlen, dich auszuprobieren. Habe keine Angst vor Schatten, Konturen oder Kontrast. Auch wird dir die ersten Mal das Licht viel zu schwer und stark vorkommen, doch das ist vollkommen normal. Deine (An)Sicht wird sich bald relativieren. Spätestens in der Bildbearbeitung.

Wenn du deine Lampen zusammenbaust, solltest du dir bereits die Lichtfarbe notieren. Meine Lampen haben beispielsweise 5400K.

 

Flat Lay Ergebnis

 

Die Bildbearbeitung

Jetzt kommt die Lichtfarbe ins Spiel. Die bestimmt nämlich den Farbton des Lichts. Ist es ehr kühl, geht ein weißer Hintergrund ins bläuliche. Ist das Licht ehr warm, geht ein weißer Hintergrund ins gelbliche. Aufgrund dessen machst du normalerweise einen Weißabgleich. Doch wenn du im RAW Format fotografierst, kannst du diesen auch noch nachträglich verändern.

Du lädst dein Bild in deine Bildbearbeitungssoftware und passt die Zahl der Farbtemperatur an die deiner Lampen an. Natürlich kannst du deine Bilder auch wärmer oder kühler gestalten, doch meist ist es nett, wenn die Farben nicht verfälscht werden.

Das gilt besonders, wenn du Menschen ablichtest! Deren Hautton soll schließlich nicht verfälscht werden. Zudem solltest du darauf achten, dass die Lampen auf Höhe dessen sind, was du fotografieren möchtest. Und es ist wichtig, dass du mit den Lampen nicht zu nah an den Menschen trittst. Sonst hast du Hui Buh, das Schlossgespenst vor der Linse.

 

Zusammenfassung

  • am besten hast du zwei Tageslichtlampen
  • achte auf die Wattzahl
  • notiere dir deine Lichtfarbe und setzte sie für den Weißabgleich ein
  • probier dich mit den Lichtpositionen aus
  • geh nicht zu nah an Menschen ran (Hui Buh), außer du machst es bewusst
  • habe Spaß!

 

Ich nutze meine Lampen am liebsten für Flat Lays. Doch auch das ein oder andere Portrait haben sie schon „gerettet“.

Hast du auch Tageslichtlampen? Wenn ja, wofür nutzt du sie und welche hast du? Schreib es in deinen Kommentar. Ich freue mich drauf!

Wozu sind Tageslichtlampen gut und worauf muss ich achten?

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20 Kommentare

  • Antworten Brini 04/26/2016 at 10:53 am

    Das sind tolle Tipps – ich habe auch schon lange vor mir eine Tageslichtlampe zu holen. Ich glaube ich schau mal bei Amazon vorbei 🙂
    LG
    Brini
    BrinisFashionBook

    • Antworten Marie 04/26/2016 at 1:57 pm

      Dankeschön!
      Ich kann sie dir nur empfehlen:)

  • Antworten Elsa 04/26/2016 at 5:52 pm

    Ein sehr schöner Post – ich habe auch schon seit längerem vor, mir Tageslichtlampen zu holen weil eben jenes Szenario – früh: Sonne da, Abend: Sonne weg – ganz schön nervig sein kann, wenn man sonst keine Zeit zum shooten hat^^

    Ganz liebe Grüße
    Elsa

    • Antworten Marie 05/04/2016 at 8:49 am

      Dankeschön!
      Ich kann es dir nur empfehlen 🙂

  • Antworten Sunny 04/27/2016 at 6:36 am

    Super Tipps Danke. Ich liebe meine Tageslichtlampen sehr, vorallen jetzt in diesem komischen Wetter wenn es den ganzen Tag regnet einfach perfekt.
    liebe Grüsse
    Sunny

    • Antworten Marie 05/04/2016 at 8:50 am

      Ganz genau! In der einen Minute strahlt die Sonne und keine Sekunde später schneit es. Danke April 😀

  • Antworten Christine 04/27/2016 at 10:57 am

    Mag ich nach wie vor für manche Porträts recht gern. Je nachdem welche Stimmung ich will.
    Mittlerweile mache ich zwar für meine Arbeit wesentlich mehr mit Blitzlampen, aber das war eben einfach so eine Entwicklung und hat natürlich damit zu tun was ich jetzt fotografiere.
    Aber für manche Porträts gibt es nichts schöneres als natürliches Licht. Oder gerade im Winter, wenn man das nicht wirklich hat, sind solche Lampen schon echt toll.

    • Antworten Marie 05/04/2016 at 8:52 am

      Auf der Arbeit arbeiten wir auch mit Blitzlampen. Doch die sind für meine häusliche Situation etwas zu fett 😀
      Und für das bisschen, was ich mit dem Dauerlicht mache, reichen de vollkommen aus.

      Kommt eben darauf an, was man fotografiert (so wie du es ja auch sagst 🙂 )

  • Antworten Markus Thoma 04/29/2016 at 9:00 am

    In Punkto Tageslichtlampen habe ich neben zwei billigen Softboxen auch noch eine Ringleuchte von Walimex. Auch wenn der Look für viele etwas „out“ ist, lädt sie trotzdem zum Experimentieren ein.

    Der große Pluspunkt im Vergleich zum Fotografieren mit Blitzen ist die Möglichkeit beim Dauerlicht mit sehr kurzen Verschlusszeiten und damit auch mit höherer Blendenöffnung zu fotografieren. So bekommt man einen interessanteren Schärfeverlauf ins Foto.

    • Antworten Marie 05/04/2016 at 8:53 am

      Stimmt!

      Den Look, welchen de Ringleuchte erzeugt st für mich persönlich nicht out. Ich mag den 😀

  • Antworten Einzelkämpferin 04/30/2016 at 9:37 am

    Ich habe meine Softboxen nach sechs Jahren zu Tode gearbeitet 😀 wobei die Leuchtmittel aber noch funktionieren, nur die Boxen sind krum und schief xD

    • Antworten Marie 05/04/2016 at 8:55 am

      Ohje, soweit ist es bei mir noch nicht (logischerweise) 😀 Aber solang de Leuchtmittel noch funktionieren…

  • Antworten Jenny 04/30/2016 at 3:49 pm

    Schöner Beitrag. ^^ ich überlege immer wieder, welche zu kaufen.

    Aber vielleicht sollte ich erst einmal die testen, die der Freund meiner Mutter hat, um zu sehen, ob das für mich sinnvoll ist..

    LG Jenny von Haarsaite

    • Antworten Marie 05/04/2016 at 8:56 am

      Also ich finde sie sehr sehr nützlich 😀 Aber cool, dass du die Möglichkeit hast sie auszutesten!

  • Antworten Das 1x1 der Food-Fotografie - Gut gerüstet - Kaufland Magazin 05/12/2016 at 5:03 am

    […] bei deinen Foodblog-Fotos weniger abhängig von Wetter und Tageszeit bist. Dafür reicht schon eine Tageslichtlampe und ein oder zwei Reflektoren. Dadurch wirst du flexibler und du kannst fotografieren, wann immer es […]

  • Antworten Das 1x1 der Food-Fotografie - Licht und Aufbau - Kaufland Magazin 05/19/2016 at 5:02 am

    […] oder die Sonne kommt heute einfach nicht zum Vorschein? Kein Problem! Hier können spezielle Tageslichtlampen zum Einsatz kommen (zur Not tun es auch einfache Schreibtischlampen). Um ein harmonisches Licht zu […]

  • Antworten Janine/Katzenauge 06/19/2016 at 5:14 pm

    Hey 🙂
    Ein echt interessanter Post, über Tageslichtlampen sollte ich auchmal Nachdenken, denn oft fehlt einfach das Licht oder man hat erst Abends zeit Bilder zu machen :/

    Das Buch ist wirklich toll! Ganz anders als die normalen Bücher die zum xten Mal darauf eingehen, was die Blende usw ist. Kanns dir echt empfehlen 🙂

    Janine von Katzenauge Photography

  • Antworten Hannah 01/24/2017 at 2:21 pm

    ich habe auch eine fürs Büro gekauft, im letzten Jahr. Da gab es ein Angebot über Groupon.

    Ich würde immer raten, auf jeden Fall mal etwas zu googeln. Das Licht muss eine gewisse Stärke haben, um überhaupt was zu bewirken.

    • Antworten Marie 01/25/2017 at 2:33 pm

      Naja, die meistens sind de Lampen sehr ähnlich. Insbesondere im Fotobereich 🙂 Wobei die Foto-Tageslichtlampen, vermutlich etwas zu stark sind für den Schreibtischgebrauch.

  • Antworten Mikey 02/09/2017 at 4:33 pm

    Ich finde Tageslichtlampen sind eine super Sache.
    Alleine die Tatsache, dass das weiße Licht dich viel mehr aktiviert als gelbes ist denk ich schon einiges Wert. Wer möchte nicht ein aktives und actionreiches Leben führen? 😀

  • Mein Kommentar

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