Das Fotostudio für kleines Geld

Fotostudio für kleinen Geldbeutel

Nachdem ich mein Equipment vorgestellt habe, möchte ich nun zeigen, wie ich damit arbeite. Zuhause, in meinen kleinen Studios für kleines Geld. Jeder fängt klein an und sollte wissen, wie er/sie mit den vorhandenen Mitteln und Möglichkeiten arbeiten kann.

Das Fotostudio für kleines Geld

Low Budget Studio Komode

Mit vorhandenem arbeiten

Grundsätzlich gilt: arbeite mit dem, was du hast! Meist verstecken sich in deinem Zimmer schon viele Studio-Möglichkeiten. Beispielsweise eine besonders hübsch dekorierte Ecke auf einem Tisch oder einer Kommode.  Das obige Bild ist ebenfalls auf meiner Kommode entstanden. Im Hintergrund steht ein Teller mit Kerzen und Rosenblüten. Das Licht kommt vom Fenster nebenan.

 

Low Budget Studio Fensterbank

Die Fensterbank

Die Fensterbank ist ein besonders beliebtes Fotostudio. Es ist gefüllt mit Licht und meist hübsch dekoriert. Meine Fensterbank besteht aus weißem Marmor und ist mit Blumen und Kerzen dekoriert. Daher nutze ich gerne den Marmor als Hintergrund und die Blumen und Kerzen als gemütliches Stilmittel.

Doch es geht auch anders:

 

Low Budget Studio Fensterbank Studioaufbau Low Budget Studio Beispiel

Das Papierstudio

In den obigen Bildern kannst du eine sehr einfache Fotostudio-Variante sehen. Du klebst einfach ein großes Blatt Papier an deine Fensterscheibe und positionierst deinen Gegenstand auf diesem. Das Studio ist mobil, beinhaltet viel Licht und ist neutral. Ich nutze meist weißes Papier, allerdings kannst du auch gerne mit Farben experimentieren.

Low Budget Studio Beispiel

Der Stuhl und das Laken

Ein ähnliches Fotostudio bilden ein weißes oder buntes Laken zusammen mit einem Stuhl. Das Laken wird fix über den Stuhl geworfen und dieser mit dem Laken gegenüber von deinem Fenster platziert. So kommt das Licht direkt von vorn und alles ist gut ausgeleuchtet.
Diese Studio-Variante ist etwas mobiler als das Papier-Studio und biete, je nach Stuhl mehr Platz.

Low Budget Studio Lightbox

Das Lichtzelt

Wenn du dein Fototudio überall mit hin nehmen möchtest, kann ich dir eine zusammen faltbares Lichtzelt empfehlen. Das Lichtzelt ist ein Stoffwürfel, welcher auf einer Seite mit Klettverschluss geöffnet werden kann. Der Stoff ist gut Lichtdurchlässig und im Inneren können verschiedenen Hintergründe befestigt werden. Mit geliefert werden ein schwarzer, ein roter, ein blauer und ein weißer Hintergrund. Außerdem kannst du das Lichtzelt mit oder ohne Lampen kaufen.

Mit dem Lichtzelt bist du mobiler, allerdings ist es im entfalteten Zustand nicht sonderlich handlich.

Low Budget Studio Tageslichtlampen

Das Fotostudio für Fortgeschrittene

Ich nutze gerne das Papier- oder Stuhl-Studio. Und auch meine Kommode ist eine hübsche Variante. Doch alle sind von einem Faktor abhängig: dem Licht der Sonne. Mal ist das Licht zu hart, an anderen Tagen ist es kaum vorhanden. Daher habe ich mir zwei Tageslichtlampen zugelegt. Diese sind neben einem Tisch mit einer weißen Platte aufgebaut. Natürlich können die Lampen auch mit den anderen Studios kombiniert werden!

Die Hintergrundplatte ist recht simpel. Eine dünne, billige Holzplatte, welche weiß angemalt ist. Wenn dir das zu langweilig ist, kannst du auch nach Resten in einem Baumarkt fragen. Egal ob PVC-Boden, Laminat oder Tapete. Theoretisch kann alles als Hintergrund herhalten. Auch bei den andre Studio-Varianten.

Alles auf einem Blick:

  • Nutze das, was du hast. Das ist am günstigsten!
  • Suche dir Ort mit Licht, wie z.B. Fenster und ihre Bänke.
  • Baue dir nach und nach eine Sammlung von Hintergründen auf.
  • Fotografiere im RAW-Format. Warum? Darum!

Das waren meine Studio-Ideen/Varianten.

In welchem dieser kleinen Studio-Varianten fotografierst du? Mit welchem hast du angefangen? Mich interessieren auch neue Varianten und Optionen. Schreibe es in deinen Kommentar!

Das Fotostudio  für kleines Geld

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28 Kommentare

  • Antworten Markus Thoma 05/15/2016 at 9:59 pm

    Genau dieses Motto vertrete ich auch: Immer erst das ausreizen, was man hat! Wenn es mal ein größerer Hintergrund sein darf, um z.B. Personen kostengünstig in „studioatmosphäre“ abzulichten kann ich einen Falthintergrund (schwarze & weiße Seite) wärmstens empfehlen!
    Gruß,
    Markus

    • Antworten Marie 05/22/2016 at 2:00 pm

      Danke für den Tipp! Bis jetzt ist es dazu noch nicht gekommen 🙂

  • Antworten Noirin & Lyra 05/17/2016 at 6:04 pm

    Tolle Tipps. Danke!

  • Antworten Lena 05/17/2016 at 6:17 pm

    Toller Post! Auf die Idee mit dem Blatt Papier wäre ich so nie gekommen. 😀 Man denkt immer, es muss möglichst kompliziert und „professionell“ sein. Dabei funktioniert es doch auch genau so gut mit den einfachsten Tricks. Bisher mache ich zwar so gut wie nie Produktbilder, aber sowas kann man sich ja trotzdem mal im Hinterkopf behalten. 🙂 Schöne Tipps.

    Liebe Grüße

    Lena von roségolden

    • Antworten Marie 05/22/2016 at 2:03 pm

      Dankeschön!
      Ja, manchmal denkt man einfach zu kompliziert 😀

  • Antworten Clemens Bauer 05/17/2016 at 8:30 pm

    Hi,

    ein super Artikel zum Thema. Ich finde man kann mit den alltäglichen Mitteln von zuhause sehr viel heraus holen. Mein letzen Tulpenfotos habe ich am Küchentisch abgeknipst und bei vielen Fotos merkt man gar nicht, dass dies der Aufnahmeort ist. Ich möchte mir auch für die Zukunft ein kleines Studio aufbauen, um einige Fotos in diese Richtung machen zu können. Den einen oder anderen Tipp von dir werde ich sicherlich verwenden.

    lg clemens

    —–
    Mein Blog: http://www.fobo.at

  • Antworten Katja 05/18/2016 at 5:12 pm

    Die Idee mit dem Stuhl und dem Tuch finde ich sehr gut. Das werde ich mal ausprobieren und evtl. mit einem Tuch umwandeln.

    • Antworten Marie 05/22/2016 at 2:17 pm

      Es gibt da so viele Möglichkeiten!

  • Antworten liebe was ist 05/18/2016 at 8:46 pm

    das finde ich, ist ein wirklich toller Beitrag liebe Marie 🙂
    viele deiner Tipps hätte ich ganz zu Beginn auch super gerne gehabt, stattdessen musste ich sie quasi selber herausfinden.
    den Trick mit dem weißen Unter-/ Hintergrund nutze ich übrigens nach wie vor am liebsten!

    ❤ Tina
    https://liebewasist.wordpress.com/
    https://www.instagram.com/liebewasist/

    • Antworten Marie 05/22/2016 at 2:18 pm

      Meist st das einfachste das beste 🙂
      Vielen lieben Dank Tina ♥

  • Antworten Minni 05/19/2016 at 6:51 am

    Hallo Marie,

    vielen lieben Dank für die tollen Tipps! Ich möchte unbedingt mit dem Fotografieren anfangen und habe leider noch nicht viel. Deine Tipps werde ich auf alle Fälle ausprobieren. Besonders die Idee mit dem Papier ist toll 🙂

    Liebe Grüße
    Minni

    • Antworten Marie 05/22/2016 at 2:19 pm

      Dann wünsche ich dir gutes Gelingen! Auch mit wenig kann man viel erreichen, man muss nur immer weiter machen und nemals aufgeben 🙂

  • Antworten Jari-chan 05/22/2016 at 10:09 am

    Vielen Dank für die tollen Tipps! Werden sicherlich bald umgesetzt werden!

  • Antworten Sabienes 05/24/2016 at 3:18 pm

    Schöne Ideen, vielen Dank! Ich nutze meist ein Lichtzelt, aber was mich hier wirklich sehr, sehr nervt sind die Falten in den Stoffbahnen. Irgendwie bekomme ich die nicht weggebügelt.
    Inzwischen stelle ich die Objekte dann nach dem Fotografieren einfach frei.
    LG
    Sabienes

    • Antworten Marie 05/24/2016 at 5:38 pm

      Soll ich dir mal was furchtbar peinliches verraten?
      Mein Zelt besteht aus Plastik & ich Depp habe versucht die Hintergründe zu bügeln… Jeder kann sich ausmalen, wie dumm es ist, Plastik mit Hitze zu behandeln 😀 Jetzt habe ich einen Bügeleisenabdruck auf einer Seite des weißen Hintergrunds.

      • Antworten Sabienes 05/24/2016 at 6:31 pm

        Ja, genau! Das ist nämlich das Problem. Man kann das Material nur auf unterster Stufe bügeln. Aber damit gehen keine Falten raus.
        Aber so ein Abdruck kann doch vielleicht auch dekorativ sein …. 😉
        LG
        Sabienes

        • Antworten Marie 05/25/2016 at 2:04 pm

          Meines kann man gar nicht bügeln & ein Abdruck ist leider auch nicht dekorativ 😀

  • Antworten Sissy 05/29/2016 at 10:58 am

    Ich hab 6 Hintergründe – einfach nur selbstklebende Folie auf Holzplatten! Super einfach und man kann jedes Bild anders aufbauen 🙂

    • Antworten Marie 05/29/2016 at 11:38 am

      Meist sind die einfachsten Dinge, die besten 🙂

  • Antworten Tina 05/29/2016 at 11:36 am

    Hallo Marie, vielen Dank für diesen Beitrag.
    Dazu fällt mir nur noch eins ein: Warum in die Ferne schweifen wenn das Gute doch so nah liegt?
    Alleine der Tipp, ein Blatt auf die Fensterbank zu legen, das habe ich noch nie getestet, steht aber nun auf meiner ToDoListe 😉
    LG Tina

    • Antworten Marie 05/29/2016 at 11:42 am

      Solltest du unbedingt ausprobieren! Als ich das entdeckt habe war ich ganz aus dem Häuschen 😀 Das ist allerdings schon etwas her…

  • Antworten Karo 05/30/2016 at 3:42 pm

    Die Tipps sind wirklich gut und hilfreich!
    Ich nutze auch größtenteils unseren Boden, da er wirklich schön ist oder auch wie du es vorgestellt ahst, Papier 😀

    LG Karo von http://www.thecuriouslifeofkaro.de

    • Antworten Marie 05/31/2016 at 6:26 pm

      So ein schöner Fußboden ist eindeutig von Vorteil 🙂

  • Antworten Kasia 06/19/2016 at 10:14 pm

    Das sind echt tolle Tipps für die Produktfotografie! Man benötigt wirklich nicht immer ein professionelles Studio, um tolle Ergebnisse zu erzielen!

  • Antworten Katja 08/10/2016 at 9:33 am

    Ganz tolle Ideen 🙂 Einfach klasse.

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