Das Tränen Portrait – Die Entstehung

Tränen Portrait

In Kiel hatte ich die Möglichkeit mich endlich etwas im Studio auszutoben.  Ich war total von einer Mitschülerin und ihren Kleidungsstil fasziniert und spontan schoss mir eine Idee durch den Kopf. Etwas, dass ich schon oft gesehen, jedoch noch nie gemacht hatte. Da das Bild auch auf Instagram gut ankam, möchte ich dir die (Entstehungs-)Geschichte dazu erzählen.

Das Tränen Portrait

Meine Hilfsmittel

Schon vermehrt habe ich ähnliche Portraits im Netzt gesehen und wollte endlich auch einmal mit Glycerin arbeiten. Einfache Tropfen und Makroaufnahmen waren mir zu simpel. Ich wollte direkt in die Vollen gehen und mich in einem mir unbekanntem Gebiet versuchen.
Neben dem Glycerin aus der Apotheke habe ich im Studio einen weißen Hintergrund und zwei Lampen genutzt.

Der Aufbau

 Aufbau Lichter

Im Studio habe ich eine für mich einfache und bekannte Ausleuchtung gewählt. Zwei Lampen strahlen das Model an und der Hintergrund bleibt unbeleuchtet. Das Model habe ich mittig auf einem Stuhl platziert. Mit der Kamera stand ich zwischen den zwei Lampen. Links von mir war das Licht etwas schwacher als das Licht rechts von mir. Zudem war links ein schmaler und hoher Lichtformer vor das Licht montiert. Rechts von mir war der Lichtformer größer und rechteckiger. Das nächste Mal werde ich die Lichtstärke anders herum nutzen, um die Träne noch mehr zum Glänzen zu bringen.

Dank einer weiteren Mitschülerin konnte ich mich ganz auf das „Bild machen“ konzentrieren. Sie übernahm das „Tränen machen“ für mich. Glycerin ist zwar dickflüssiger als Wasser, aber dennoch perlt es auf einer glatten und senkrechten Oberfläche sehr schnell ab.

Die Bildbearbeitung

Nachdem das Bild im Kasten war, ging es für mich an die Bildbearbeitung.

Für mich war es sehr wichtig den Kontrast zwischen den blauen Augen und den dunklen Haare hervor zu heben. Außerdem sollte die Träne besonders heraus stechen. Dementsprechend tobte ich mich an diesem Bild aus.

Die ersten Korrekturen – Haare und Haut

Als erstes habe ich kleine Hautunreinheiten beseitigt und abstehende Haare weg gestempelt. Auch Fussel und andere „störende“Elemente wurden eliminiert.

Hautabpudern und die erste Farbkorrektur

Nach den Unreinheiten folgte das Abpudern der Haut. Das Abpudern habe ich vom Nina Schnitzenbaumer Workshop übernommen und auf mich angepasst. Außerdem habe ich eine erste Farbkorrektur vorgenommen. Diese Vorgänge liefe alle via Ebenenmasken, damit ich auch im Nachhinein noch Anpassungen verändern kann.

Dodge and Burn und Augenfarbe

Um die Konturen ihres Gesichts zu betonen, habe ich ganz leicht Dodge and Burn abgewendet. Bei der Träne habe ich ebenfalls Dodge and Burn angewandt, damit diese etwas mehr betont wird. Im nächsten Schritt habe ich die Farbe der Augen intensiviert.

Tonwertkorrektur für Träne und Augen

Um noch eins auf die Augen, sowie die Tränen drauf zu setzten, habe ich beides mit einer Tonwertkorrektur betont und das ganze Bild etwas kräftiger gestaltet. Zudem habe ich eine Belichtungsebene über die Augen gelegt, um diese noch mehr zum strahlen zu bringen.

Zu guter Letzte habe ich über eine Farbmaske den Haaren einen leichten Rotschimmer gegeben, damit dieser im Kontrast zu den blauen Augen steht.

Das Endergebnis

Ich finde, für meinen ersten Versuch kann sich dieses Bild eindeutig sehen lassen! Über die Bildbearbeitung kann man sich natürlich streiten, doch für dieses Bild fand ich die Bearbeitung durchaus angemessen. Allein die Bearbeitung hat mich zwei Tage gedauert, da ich immer wieder Kleinigkeiten fand, die für mich nicht passten.

Was sagst du zu der Bearbeitung und dem Aufbau? Findest du solche Blicke hinter die Entstehung von Bildern interessant? Schreibe mir deine Meinung in deinen Kommentar!

How to: Wie du ein Tränen Portrait erstellst!

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8 Kommentare

  • Antworten Wolf 03/20/2017 at 8:39 am

    Super interessant- bitte mehr 🙂

  • Antworten Verliebtbisinsdetail 03/26/2017 at 6:46 pm

    Sehr schön 🙂 Ich finde so ein Making-off immer sehr interessant und das Endergebnis ist super 🙂
    Liebe Grüße Shirin

  • Antworten Saskia 03/26/2017 at 7:34 pm

    Sehr cooles Ergebnis. Wirklich toll zu sehen, wie es dazu gekommen ist.
    Lieben Gruß
    Saskia

  • Antworten Daniela 03/27/2017 at 2:25 pm

    Einfach nur – WOW! Das Bild ist ausdrucksstark, kann sich wirklich sehen lassen. Und die Entstehungsgeschichte verdeutlicht, wieviel Vorbereitung und Nachbereitung du in deine Kunst steckst. Auch wenn ich nicht alle Fachbegriffe kenne, ist es faszinierend.
    Ich werde deinen Blog bei mir verlinken, wenn du nichts dagegen hast – http://buchvogel.blogspot.com

  • Antworten Claudia 04/04/2017 at 4:46 pm

    Wow, ich finds auch cool 😊

  • Antworten Galerie // Mit Ganzkörper-Posen anfangen | Wandelbar - Photography 04/26/2017 at 6:30 pm

    […] Aufbau ist der gleiche, wie bei dem Tränenportrait. Der weiße Hintergrund und die Lampen von vorne sind gleich geblieben. Jedoch hatten sie dieses […]

  • Antworten Nadine 07/11/2017 at 8:43 pm

    solche Entsethungsbeiträge sind immer interessant! 🙂

  • Mein Kommentar

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