Vier Möglichkeiten für einen unscharfen Hintergrund

Kamera Unscharfer Hintergrund Cover

Für mich das größte Mysterium der Fotografie war lange Zeit „der unscharfe Hintergrund“. Und auch jetzt erlebe ich es immer und immer wieder, dass Menschen nach genau diesem Stilmittel streben. Gerne auch daran verzweifeln. Dabei ist der „Trick“ dahinter wirklich simpel. Es gibt jedoch nicht nur eine Möglichkeit für einen unscharfen Hintergrund. Ich zeige dir gleich vier Möglichkeiten diesen umzusetzen.

Der unscharfe Hintergrund alias Bokeh

In den meisten Fällen wird der unscharfe Hintergrund/ Bereich eines Bildes auch als Bokeh betitelt. Wenn du eine ausführlichere Definition haben möchtest, so solltest du dir „Bokeh! Oder: Was ist das?“ anschauen.

Unscharfer Hintergrund via Blende 2.2

Unscharfer Hintergrund via Blende 2.2

Unscharfer Hintergrund mit Blende 16

Hintergrund mit Blende 16

Die Blende – Der Klassiker

Der klassische Weg einen schönen weichen unscharfen Hintergrund zu bekommen ist die Blende. Ist diese weit geöffnet wird der scharfe Bereich des Bildes immer kleiner und der unscharfe Bereich immer größer. Das bedeutet, du bekommst einen schöneren unscharfen Hintergrund mit einer Blende 2, als mit einer Blende 8 oder 22. Dabei musst du bedenken, dass mit mehr Unschärfe auch mehr Licht in die Kamera/auf den Sensor kommt.

Kamera Abstand Normalobjektiv

Aufnahme mit Normaler Brennweite

Kamera unscharfer Hintergrund Teleobjektiv

Unscharfer Hintergrund mit Teleobjektiv

Die Brennweite

Je länger die Brennweite deines Objektives ist, desto unschärfer wird der Hintergrund. Die Brennweite ist die mm Angabe auf deinem Objektiv. Je größer diese Angabe ist, desto unschärfer wird der Hintergrund. Allerdings musst du dich von deinem Motiv auch immer etwas weiter entfernen.

Abstand Hintergrund

Aufnahme mit geringem Abstand zum Hintergrund aufgenommen mit Teleobjektiv (exemplarisch)

Der Abstand von Motiv und Hintergrund

Je weiter dein Motiv von deinem Hintergrund entfernt ist, desto unschärfer wirkt er. Besonders deutlich wird dies, wenn dein Motiv mehrere Meter oder sogar Kilometer vom Hintergrund entfernt ist.

 

Die Bewegungsunschärfe – Für Profis

Ein unscharfen Hintergrund kannst du auch Dank Bewegung im Hintergrund erstellen. Dafür muss die Belichtungszeit lang genug sein und das Motiv im Vordergrund stillstehen. Für diese Variante nutzt du am besten ein Stativ. Zudem ist es natürlich eine sehr künstlerische Version eines unscharfen Hintergrunds.

 

Wenn du den klassischen unscharfen Hintergrund erreichen möchtest, so solltest du auf eine kleine Blendenzahl und einen entsprechenden Abstand zum Hintergrund achten. Dann dürfte bezüglich eines unscharfen Hintergrund nicht all zu viel schief gehen.

 

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So fotografierst du einen unscharfen Hintergrund

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