How to // Wie fotografiere ich Wunderkerzen am besten?

Hallo ihr Lieben!
Erinnert ihr euch noch an meine Wunderkerzenbilder? Nein? Dann schaut kurz hier vorbei.
In diesem Post habe ich euch meinen ersten versuch mit Wunderkerzen gezeigt. Ihr fandet es toll und gelungen und ich ehrlich gesagt auch! 🙂
Jetzt habe ich vor kurzem mitbekommen, das einige ein Problem damit haben, die richtigen Einstellungen zu finden und zu wählen.
Ich war selbst erstaunt, wie schnell ich den Dreh raus hatte, allerdings könnte ich mich jetzt noch kaum an die Einstellungen erinnern. Zum Glück gibt es dafür Picasa, welches die Bilddaten auf einen Blick anzeigt! 🙂

Und daher zeige ich euch heute wie ich es „damals“ gemacht habe!

Was ihr dafür braucht:

  • Kamera
  • Stativ oder einen festen Untergrund für die Kamera (ihr könnt es allerdings auch frei Hand versuchen, aber davon rate ich ab)
  • Fernauslöser (ihr könnte es allerdings auch ohne versuchen)
  • Wunderkerzen
  • Dunkelheit
Links könnt ihr einen typischen Canon Kamerabildschirm sehen. Die Kamera ist momentan im manuellen Modus (M) und auch der Fokus steht auch Manuell.

Türkis – Verschlusszeit
Pink – Blende
Orange – ISO
Babyblau – Helligkeitsstufen

Da ich möchte, dass ihr selber experimentieren könnt, werde ich euch (so gut wie ich es kann, ich bin schließlich kein Profi!) versuchen zu erklären warum es ist so wie es ist.
Ich denken, wie man in den manuellen Modus kommt und wie man seinen Fokus auf Manuell umstellt sollte jeder wissen!

Babyblau – Helligkeitsstufen
Mit den Helligkeitsstufen könnt ihr eure Bilder direkt mit der Kamera heller oder dunkler machen. Je nach Kamera kann man dies unterschiedlich einstellen.
Bei meiner Kamera drückt man auf die Av-Taste und dreht dann an dem Rädchen über dem Auslöser.
Pink – Blende
Die Blende an sich kann ich schwer beschreiben, aber ich kann euch sagen was sie macht.
Viele sind immer wieder fasziniert von der Unschärfe des Hintergrunds. Der Trick ist jedoch ganz easy.
Wie so oft muss man nur wissen wie es geht.
Je nach Blendenzahl ist die Öffnung groß oder klein und lässt demnach viel oder wenig Licht auf den Sensor eurer Kamera fallen. Wie ihr auf der Grafik sehen könnt, kann es schnell verwirrend werden, denn die Blende ist nicht groß, wenn die Zahl groß ist, sonder genau andersherum!
Eine kleine Hilfestellung:
Wenn ihr ein Bokeh im Hintergrund (Hintergrund unscharf) haben wollt, dann stellt eine möglichst kleine Blendenzahl ein, z.B. 2.8. Das Motiv wird scharf und alles drumherum verschwimmt.
Je nach Objekt/Motiv-Größe müsst ihr natürlich unterschiedliche Blenden einstellen.
Orange – ISO
Bestimmt kennt jeder von euch Bilder, welche zwar scharf, aber dennoch irgendwie nicht scharf sind. Diese Bilder rauschen und das liegt an der ISO-Einstellung. 
Schlichtweg: die ISO beschreibt die Lichtempfindlichkeit deines Sensors.
Normalerweise sollte man die ISO möglichst klein halten, weil sonst (wie schon oben gesagt) das Bild anfängt zu rauschen, aber es gibt auch Situationen in denen man die ISO ruhig höher schrauben kann. Zum Beispiel bei Wunderkerzenbilder in kompletter Dunkelheit. 🙂
Türkis – Verschlusszeit/Belichtungszeit
Jetzt geht es ans Eingemachte! Die Verschlusszeit ist mit das spannendste, wenn man Licht fotografieren will.
Kurz um bestimmt die Verschlusszeit wie lange de Kamera das Bild aufnimmt. Das bedeutet, dass ihr mit einer entsprechenden Verschlusszeit z.B. Lightpainting machen könnt!
Es bedeutet jedoch auch, dass ihr mit der Bewegung eures Motives spielen könnt. Nehmen wir als Beispiel Wasser, welches fließt (z.B Wasserfall).
Bei einer langen Belichtungszeit sieht man auf dem Bild die Bewegung des Wassers, sprich es wird weich.
Bei einer kurzen Belichtungszeit sieht man die Bewegung nicht wirklich, man kann vielleicht sogar einzelne Tropfen erkennen.
So, jetzt wissen wir so einige Grundlagen und können mit diesem Wissen ein Bild machen.
Wir suchen uns eine Wunderkerze, ein Feuerzeug, unsere Kamera und das dazugehörige Zubehör (sprich Stativ und Fernauslöser) und fangen an.
Wer, wie ich, noch nicht ganz so gut das Zusammenspiel zwischen Blende und Verschlusszeit versteht, kann gerne auch im Tv-Modus fotografieren. Dort könnt ihr alles, bis auf die Blende einstellen. Man nennt diesen Modus auch „Blendenautomatik“.
Den Rest müsst ihr jetzt allerdings selber machen und ausprobieren, schließlich weiß ich nicht, was euch gefällt! 🙂
Hier einige Beispiele mit den dazugehörigen Daten/Exifs:
 

Achtung!
Wir ihr sehen könnt, sind meine Wunderkerzenbilder in kompletter Dunkelheit entstanden! Auch in heller Umgebung ist die Verschlusszeit mit das spannendste bei solchen Bildern, allerdings müsst ihr aufpassen, falls sich z.B. eine Person mit im Bild befindet. Diese bewegt sich vermutlich auch und diese Bewegung wird dann ebenfalls mit aufgenommen!

Wozu ein Stativ und einen Fernauslöser?
Ganz einfach, damit euer Bild nicht verwackelt. Denn auch diese Bewegung wird bei einer langen Belichtungszeit aufgenommen.

Was sagt ihr zu diesem Post? Sollen weitere folgen? Sagt es mir!
Und wie nehmt ihr Wunderkerzen auf, was ist euer „Trick“?
Wir lesen uns ♥

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9 Kommentare

  • Antworten Limi Coco 06/16/2014 at 4:51 pm

    richtig toller post 😉

  • Antworten Sonja Cremer 06/16/2014 at 7:54 pm

    Das hast Du richtig super erklärt, Marie.
    Gerade diese Grundlangen sind für Einsteiger so wichtig und man braucht schon ein bisschen, bis man das verinnerlicht hat. Zumindest war das bei mir der Fall. Bei Dir hätte ich es sofort verstanden. ☺
    Ich finde solche Posts prima, weil Du gut erklärst und sicherlich einigen damit helfen kannst.

    Wunderkerzen habe ich selber noch gar nicht aufgenommen, aber das werde ich sicherlich auch irgendwann mal machen. ☺

    Liebe Grüße
    Sonja

  • Antworten annosarusrex 06/17/2014 at 4:38 am

    richtig toller post! sehr informativ! man kann immer was dazulernen 😉 find ich super! gern mehr davon!
    liebste grüße,
    maze

  • Antworten Julia Kaya 06/17/2014 at 4:38 am

    Das war ein richtig toller Post, so etwas kannst du gerne öfter machen 🙂
    Werde ich auf jeden Fall einmal probieren, richtig toller Post!

    Allerliebste Grüße!

  • Antworten Selina 06/17/2014 at 4:38 am

    Wow, sehr interessant! Die Bilder sind super, toll, dass man da gleich ein paar Beispiele hat 🙂

  • Antworten [ekiém] 06/18/2014 at 4:57 pm

    Super Post 🙂 Ich lese sowas auch immer unheimlich gerne :3

  • Antworten Lan Nhi 06/18/2014 at 6:24 pm

    Klasse Beitrag! Danke! Ich hab bisher immer nur wild drauf losgeknipst ohne zu wissen, wie man was einstellen sollte damit es besser aussieht. Viele Tutorials im Internet sind auch naja eher nur für die Pro's 😀

    Liebe Grüße,
    Lani
    Blogged with Milk Tea

  • Antworten Ivaine Severine 06/19/2014 at 8:49 pm

    Danke für deinen Kommentar und ich finde solche Fotografietipps immer klasse! Gerne mehr davon :). Ich bin auch nicht richtig zu Frieden mit den Bildern, aber so lerne ich und ich freue mich über die Kritik!
    Du hast recht das man bei dem sich selbst ausdrücken auch auf sein Gefühl hört. Jedoch beschäftigen mich teilweise auch andere Sachen wie z.B. die aktuelle Weltpolitik was ich ebenfalls irgendwie ausdrücken will und in manche Bilder und Posts rein bringe. Ich weiß nicht ob man das jetzt auch als meinen Teil von mir ansehen kann… Aber generell bin ich der Meinung alles in unserem Leben ist irgendwie mit einem Gefühl verbunden ohne Gefühle würden wir vermutlich nichts erfahren oder wie Data aus Star Trek einfach nur Infos speichern und versuchen menschlich zu werden ohne zu wissen was es bedeutet :D.

  • Antworten PlusMinus 06/20/2014 at 12:36 pm

    Ah, sehr nicer Tipp. Bei mir überlichten so ne Fotos ehrlich gesagt auch schnell… Wir hatten dieses Jahr zu Silvester n paar Fotos gemacht und die waren eher so lala. Lag aber wahrscheinlich auch am krassen Rauch…
    http://plusminusblog.blogspot.de/2014/01/hello-2014.html

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