How to // So gelingen dir schöne Aufnahmen im Gegenlicht!

Schöne Gegenlichtaufnahmen machen

Wer kennt sie nicht? Diese Märchenhaft anregenden Gegenlichtaufnahme. Sie schreien geradezu nach Sommer und laue Abende. Und doch stehen viele bei diesen Aufnahmen vor einem Berg von Problemen. Wo fange ich an? Wie fotografiere ich den ganzen Spaß eigentlich? Dabei sind Gegenlichtaufnahmen gar nicht so schwierig!

Es gibt kein Richtig und kein Falsch

Es gibt aberhunderte von Möglichkeiten Gegenlichtaufnahmen zu fotografieren. Jedes Bild ist einzigartig. Das Motiv und das Licht werden zu dem Bild, das du machst. Zudem mag jeder das Gegenlicht anders einsetzen. Sehr gebündelt oder großflächig auf dem Bild. Alles was Spaß macht ist erlaubt!

 

Aber Achtung: Pass auf deine Augen auf!

Durch das Linsensystem in deinem Objektiv kann ein optischer Sucher gefährlich werden. Das Licht wird im Objektiv gebrochen und gebündelt zu gleich. Trifft das auf deine Bindehaut, kann dies deine Sehkraft verschlechtern. Und das ist gar nicht witzig!

 

Der perfekte Zeitpunkt für deine Gegenlichtaufnahme

Eigentlich gibt es den perfekten Zeitpunkt nicht. Für jede Aufnahme eignet sich eine andere Zeit besser. Doch für den Anfang ist die Zeit vor dem Sonnenuntergang und der super späte Nachmittag ideal. Die Sonne steht tief und das Licht ist schön weich. Diesen Zeitraum nennen viele die Goldene Stunde.

Das Equipment

Einige nehmen Gegenlichtaufnahmen gerne mit dem Stativ auf. Davon rate ich persönlich jedoch ab. Durch das Stativ bist du viel zu sehr eingeschränkt. Als Equipment reichen somit deine Kamera und ein Objektiv deiner Wahl. Natürlich angepasst an dein Motiv. Ich fotografiere beispielsweise gerne mit meiner Canon EOS 600D und dem 50mm f1.8.

Möchtest du einen Schritt weitergehen, so lohnt sich ein Reflektor. Dieser reflektiert das Licht auf dein Motiv. Dein Motiv wird klarere und deutlicher, gleichzeitig kommt das Gegenlicht gut heraus.

 

Die Einstellungen an deiner Kamera

Ich fotografiere gerne im AV-Modus (auf Zeitautomatik genannt). Die Blende drehe ich dabei relativ weit auf. Gerne nehme ich einen Wert zwischen 2.5 und 1.8. Dadurch kommt viel Licht auf den Sensor und die Verschlusszeit wird nicht so lang.

Richtig fokussieren

Das Fokussieren ist bei Gegenlichtaufnahmen nicht ganz einfach. Ich wähle immer nur einen Fokuspunkt an. Meist ist es der direkt in der Mitte. Mit diesem Fokussiere ich mein Motiv scharf, halte den Fokus und ziehe ihn so, dass mir der Bildausschnitt passt.

Nicht immer funktioniert diese Methode. Manchmal musst du manuell scharf stellen. Ist dir dies zu anstrengend, empfehle ich dir folgendes. Du deckst mit deiner freien Hand die Lichtquelle ab und fokussierst nun dein Motiv und ziehst den Bildausschnitt entsprechend. Danach nimmst du die Hand weg und drückst den Auslöser durch. Diese Methode erfordert etwas Übung, doch: bis jetzt ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

 

Den richtigen Ausschnitt wählen oder auch Was macht eine Gegenlichtaufnahme aus?

Im Gegensatz zu anderen Fotografien, wird hier gegen die Sonne fotografiert. Meist sitzt die Lichtquelle an einem der Bildränder und taucht das Bild gelblich ein. Sonnenstrahlen werden sichtbar und Lens Flares treten auf. Ein Gefühl von Sommer entsteht.

Ein Praxis-Beispiel

Möchtest du eine Person im Gegenlicht fotografieren, so positionierst du sie als erstes mit der Sonne im Rücken. Nun fokussierst du die Stelle, welche am besten zu erkennen sein soll. Zum Beispiel das näherliegende Auge. Mit der Zieh-Methode lässt du deinen Auslöser leicht gedrückt und ziehst die Kamera in den richtigen Bildausschnitt. So, dass die Sonne leicht vom Rand überdeckt wird und nicht direkt im Bild ist. Eventuell bilden sich auch so genannte Lens Flares.

 

Exkurs: Lens Flares – Was ist das?

Als Lens Flares werden Blendenflecke bezeichnet. Diese sind die meist lila/rötlichen „Flecke“ auf einem Bild mit Gegenlicht. Sie werden durch die Konstellation der einzelnen Linsen im Objektiv und den Blendenlamellen bei einem bestimmten Lichteinfall erzeugt. Eigentlich sind Blendenflecke Bildfehler, welche vermieden werden möchte. Allerdings werden sie meist als Stilmittel eingesetzt.

Nach der Aufnahme ist vor der Bildbearbeitung

Gegenlichtaufnahmen müssen meist etwas überarbeitet werden. Vorweg: bearbeite die Bilder nicht zu stark! Die meisten Gegenlichtaufnahmen können etwas mehr Kontrast gebrauchen und eine kleine Korrektur der Tiefen und Lichter. Außerdem muss eventuell eine Korrektur der Farben vorgenommen werden. Meine Gegenlichtaufnahmen tendieren manchmal stark ins Grüne, obwohl das Licht in echt ehr rötlich bis lila war.

Hast du all diese Tipps & Tricks durchlaufen und beachtet, so müsstest du ein beinah perfekte Gegenlichtbild in den Händen halten. Doch auch hier gilt: es kommt ganz auf den persönlichen Geschmack an. Gegenlichtaufnahmen können, wie jede andere Aufnahme sehr vielfältig sein. Probiere dich auf jeden Fall aus!

Was sagst du zu den Tipps? Habe ich etwas wichtiges vergessen? Dann schreib es mir unbedingt in deinen Kommentar! Ich werde den Beitrag dann ergänzen. Auch bin ich gespannt auf deine Meinung zu meinen Bildern! Hau in die Tasten.

Pin mich!

So gelingen auch dir schöne Gegenlichtaufnahmen!

You Might Also Like

2 Kommentare

  • Antworten Michael 09/12/2017 at 10:08 am

    Klasse erklärt, und deine Beispielfotos sind sehr gut! Vielen Dank für diesen Beitrag. Viele Grüße, Michael

  • Mein Kommentar

    « « #Kwerbox Nr.8 – Das war drin! ◌◌◌ Die wasserfeste Hülle fürs Smartphone » »