Fotografie // So erstellst du ein falsches Makro

Gänseblümchen falsches Makro

Neben dem Fotografieren von Menschen, liebe ich die Makro-Fotografie. Meine erste digitale Kamera hatte eine Modus, in welchem ich „Makro“ fotografieren konnte. Mit meinem Wechsel zu meiner Canon EOS 600D verschwand diese Fotografie so gut wie aus meine Repertoire. So genannte Makro-Objektive sind ziemlich teuer. Auf Makros möchte ich jedoch nicht verzichten und habe dadurch einen Weg gefunden Falsche Makros zu fotografieren. Diesen einfache und effektiven Weg zeige ich dir jetzt!

Ein falsches Makro erstellen

Das falsche Makro setzt sich aus fünf Schritten zusammen:

  1. Den Kameraeinstellungen
  2. Der Bildaufnahme
  3. Dem Schärfen
  4. Ausschnitt setzten
  5. Der Nachbearbeitung

 

Die richtigen Kameraeinstellungen:

Die wichtigstes Grundvoraussetzung, dass ein Falsches Makro gut funktioniert ist, dass deine Kamera die Bilder im RAW-Format speichert. Das kannst du ganz einfach in den Einstellungen deiner Kamera überprüfen und entsprechend umstellen. Zudem habe ich Manuellen Modus fotografiert, sodass meine Bilder wirklich scharf wurden. Du kannst es allerdings auch im AV- oder TV-Modus versuchen [Welcher Modus ist der richtige für mich?].

 

Gänseblümchen Ausgangssituation

Die Bildaufnahme

Wie schon im Abschnitt der Kameraeinstellungen genannt, muss das Bild unbedingt an der richtigen Stelle scharf sein. Mache dir also schon vor der Aufnahme bewusst, welches Detail nachher dein Makro darstellen soll. Falls möglich solltest du das Bild manuell fokussieren.

 

Die Naheinstellungsgrenze herausfordern

Hast du ein Motiv und dein falsches Makro gefunden, geht es an die Aufnahme selbst. Geh so nah ran, wie es deine Naheinstellungsgrenze erlaubt.

Naheinstellungsgrenze

„Die Naheinstellgrenze bezeichnet den nahsten Punkt, auf den das Objektiv noch scharf stellen kann“ (Quelle)

Fokussiere manuelle, stelle dein falsches Makro scharf. Am besten stützt du deine Kamera dabei ab. Ich nutze dabei sehr gerne meinen Live-View und zoome in diesem bereits in mein Motiv, um den richtigen Bereich scharf zu stellen. Wie das konkret bei deiner Kamera funktioniert, findest du bestimmt im Internet oder in deinem Benutzerhandbuch.

 

Falsches Makro Tutorial Lightroom Schärfen

Das falsche Makro richtig schärfen

Ist dein Ausgangsbild im RAW-Format aufgenommen, geht es in die Bildbearbeitung. Das Bild wird nun nachgeschärft und dabei übertreibst du etwas. Ich arbeite hier mit Lightroom und ziehe alle Regler auf 100%. Nun schiebe ich jeden einzelnen Regler wieder zurück, bis ich das Gefühl habe, dass der Ausgewählte Bereich knack-scharf ist.

 

Falsches Makro Tutorial Lightroom Ausschnitt setzten

Den richtigen Ausschnitt setzten

Jetzt gilt es, dein Fake Makro richtig in Szene zu setzten. Setzte den engsten Ausschnitt, welcher geht und einen Schärfepunkt zum Mittelpunkt deines Bildes macht. Geh wirklich nah ran!

 

Bitte wundere dich nicht, dass die Bilder einen „Hoppser“ machen. Ich hab erst das finale Bild erstellt und dann das Tutorial aufgenommen. Der Ausschnitt hat sich dadurch etwas verändert.

Die Nachbearbeitung

Dieser Punkt ist optional, gehört zu meinem Endbild jedoch dazu. Die Nachbearbeitung in Photoshop. Hier habe ich lediglich mit den Farbbalance-Reglern (Strg + B) gearbeitet. Aus Grün wurde Lila, während das Weiß möglichst weiß bleiben sollte. Ebenso wie das Gelb gelb bleiben sollte.

Nun kannst du das Bild speichern und es auf Instagram, Facebook und Co verbreiten.

Wie findest du diese Falsche Makro Variante?Gar nicht so schlecht oder absoluter Müll? Schreib mir deine Meinung in deinen Kommentar & zeig mir gerne deine Ergebnisse!

You Might Also Like

8 Kommentare

  • Reply Im Starkregen: Die Coolen Blogbeiträge der Woche #23 06/08/2016 at 5:54 am

    […] man eigentlich auch ein Makro-Objektiv, das man aber nicht besitzt oder nicht immer dabei hat. Auf wandelbar-photo.de gibt es eine kinderleichte Anleitung, wie man ein solches Makro „faken“ […]

  • Reply Andrina 06/11/2016 at 4:20 pm

    Ein tolles Tutorial für die Fake-Makro-Fotografie 🙂 ich habe mir zwar mit meiner Canon EOS 700d auch ein Makro-Objektiv geleistet, aber da man das auch nicht immer und überall mit dabei hat, auf jeden Fall eine tolle Alternative!
    Liebe Grüße
    Andrina

    • Reply Marie 06/25/2016 at 7:33 pm

      Dankeschön 🙂 Ich spare schon fleißig auf das Objektiv!

  • Reply Kathi Keinstein 06/19/2016 at 9:18 am

    Eigentlich ist zwar mein Lebenspartner der (Hobby-)Fotograf von uns beiden, aber da er sich zu seiner Samsung Galaxy NX (eine Systemkamera mit allen Funktionen eines Android-Tablets) auch noch kein „echtes“ Makro-Objektiv geleistet hat, ist dieses „Workaround“ für uns beide interessant :).

    Die Bildbearbeitung werde ich allerdings vorerst ihm überlassen – zumindest, bis ich mal genug Geld in die Hand bekomme, um mich mit einem aktuellen Lightroom/Photoshop auszurüsten.

    Liebe Grüsse,
    Kathi

    • Reply Marie 06/25/2016 at 7:36 pm

      Das nennt sich dann wohl Arbeitsteilung 😛

  • Reply Equipment // Wofür benutze ich ein Ringlicht? - Wandelbar - Photography 06/27/2016 at 6:39 am

    […] diese von Motiv zu Motiv ändern. Ich selbst habe kein Makro-Objektiv (noch nicht). Doch auch bei Fake-Makros nutze ich die Ringleuchte sehr […]

  • Reply Gerd 07/12/2016 at 8:45 am

    Schön erklärt und ja, kann man mal so machen. Doch je größer der Bildausschnitt wird desto schlechter wird die Qualität. Es geht in diesem Fall doch nichts über ein Makro-Objektiv.

    LG, Gerd

  • Reply Lauri 11/11/2016 at 12:24 am

    Woah! I’m really loving the template/theme of this website.
    It’s simple, yet effective. A lot of times it’s difficult to get that „perfect balance“
    between user friendliness and visual appeal.
    I must say you’ve done a superb job with this. Also, the
    blog loads extremely quick for me on Firefox. Exceptional
    Blog!

  • Mein Kommentar